12 Dammwäldchen

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Dammwäldchen In dem Vorgängerbau – nur der Vorbau ist noch original – wohnte Wagner von 1872 – 1874. Das Haus wurde ihm vom Bankier Feustel zur Verfügung gestellt, es war Wagners 1. Domizil in Bayreuth. Von hier aus betreute er beide Baustellen. Qualhall analog zu Walhall (Festspielhaus) und Ärgersheim – so nannte er sarkastisch sein Wohnhaus „Wahnfried“, wenn ihm die Handwerker nicht schnell und exakt genug arbeiteten. Von hier aus liefen Wagner und Cosima über den Hofgarten zur Baustelle, wo sie eines Tages Anton Bruckner antrafen, der Wagner bereits im neuen Haus wähnte und der ihn zwei Partituren mitgebracht hatte, mit der Bitte, ihm eine davon widmen zu dürfen. Wagner schaute sich Bruckners Werke durch, entschied sich für eine, bestellte Bier und lud Bruckner zum Trinken ein. Alles Ablehnen – er vertrage das nicht, seine Gesundheit sei nicht die Beste – halfen nichts: „Trinken Sie, dann werden Sie gesund“, ermunterte ihn Wagner. Am nächsten Tag – das Bier hatte seine Wirkung getan – konnte sich Bruckner nicht mehr erinnern, welche Symphonie Wagner angenommen hatte. Ein Brief gibt Aufschluss. Kurze Frage von Bruckner: „Welche Symphonie war es“. Wagners Antwort: „Es war die Dritte“.

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