05 Grab von Richard & Cosima Wagner

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„Liebe – Tragik“, das sind seine letzten Worte. Er schreibt einen Aufsatz: „Über das Weibliche im Menschen“, mitten im Satz fällt ihm die Feder aus der Hand, er läutet nach Cosima, er stirbt in ihren Armen. Vorausgegangen war ein heftiger Streit, es geht um Carrie Pringle, sein letztes Liebesabenteuer. Am 14. September 1882 reist die Familie Wagner mit dem Zug nach Venedig. Schlechte Vorzeichen begleiten sie: In Verona gibt es ein Unwetter, die Brücke über die Etsch bricht zusammen, kurz nachdem sie sie überquert hatten. Wagner denkt nicht ans Sterben: er will noch den Tannhäuser überarbeiten, er rechnet mit noch weiteren 10 Lebensjahren. Dann ist sein Sohn Siegfried 23 und könne die Festspiele fortführen. Die Nächte sind schrecklich, der immer wiederkehrende Alptraum, dass ihn Cosima verlässt, weil er sie gekränkt habe und er verhungern würde. Am Abend des 12. Februar spielt Wagner das traurig-klagende Rheingold-Motiv. Er sagt noch zu Cosima im Bett: „Ich bin ihnen gut, diesen untergeordneten Wesen der Tiefe, diesen sehnsüchtigen. Damit endet das Tagebuch von Cosima. Es war ein Herzinfarkt, durch Aufregung verursacht, der ihn am 13. Februar ereilt. Am 18. Februar tragen 12 Sargträger, Juden und Christen, den Sarg in Bayreuth zum Grab, das bereits zu Lebzeiten Wagners hinter seinem Wohnhaus ausgehoben wurde. Auf dem Sarg: der Kranz des Königs und Cosimas langes Haar. „Alle 5.000 Jahre klappt es“, sagt er zu Cosima kurz vor seinem Tod. Cosima überlebt Wagner um 47 Jahre, sie ist neben ihm bestattet.

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