01 Haus Wahnfried

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Haus Wahnfried „Hier wo mein Wähnen Frieden fand, „Wahnfried“ sei dieses Haus von mir benannt“, so lautet die Inschrift und beschreibt seine Sehnsucht nach Ruhe. Kein Wunder nach so vielen Turbulenzen, die sein Leben bestimmten, sei es die Flucht vor Gläubigern oder sei es aus politischen Gründen. Neun Jahre lebt Wagner hier mit den 5 Kindern und Cosima. „Du bist mein Wahnfried und ich Dein Wahnfritz“ bekennt er. Hier überrascht Wagner am Heiligen Abend 1880 Cosima mit einem Krippenspiel, das die Kinder unter seiner Anleitung gestalteten. Hier bringt der Vater seinem Sohn Siegfried, genannt Fidi, das Fahrradfahren bei. Hier empfängt der Bürger Wagner Gäste, hier vollendet das Genie Wagner die Götterdämmerung. Auf die letzte Seite der Götterdämmerung schreibt er: „Vollendet in Wahnfried, ich sage nichts weiter“. Büste König Ludwig Ludwig II. hatte als 15-jähriger Kronprinz den Lohengrin gehört und war davon begeistert. Er kannte auch Wagners Schriften, in denen die Hoffnung auf einen fürstlichen Gönner ausgedrückt wird. 18-jährig zum König gekrönt, lädt Ludwig Wagner nach München ein. „Mit Tränen himmlischster Rührung“ bedankt sich Wagner. Eine innige Freundschaft verbindet den Schwärmer Ludwig mit dem Genie Wagner, der nun, frei von Geldsorgen, sein Werk vollenden konnte. „Mein liebes, teures Alles“, „Mein treuer Engel“, redet Wagner den König in den Briefen an, der euphorisch antwortet: „Innigst Geliebter!“ „Angebeteter, Herr meines Leben!“ Ohne den König gäbe es vielleicht keinen vollendeten Ring, keinen Parsifal. Ganz sicher gäbe es keine Bayreuther Festspiele. Mit Recht konnte Ludwig sagen: „Den Künstler habe ich der Welt gerettet“.

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